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Satire hilft bei der Diagnose. Wenn sie sich daran macht, an der Heilung mitzuwirken, wird es ein bisschen unheimlich, weil die Situation paradox anmutet. Man stelle sich einen Krankenhaus-Clown vor, der plötzlich im OP-Saal steht. Es ist einfach unbekannt, wie gut er darin wohl abschneiden wird. Oder aufschneiden, wenn sich hier schon ein Wortspiel einschleicht. Oder zunähen, wenn man es mal weiter denkt.

Im Juli hat die Titanic jedenfalls die Kampagne „Flucht nach vorne“ – vermutlich gstartet. Falls es eine Kampagne ist. Immerhin verkaufen sie Postkarten mit den Motiven, welche sich der Deutschen liebste Haltungsschäden im Umgang mit ihren außerdeutschen Mitmenschen vornehmen. Nähme man es mal für zwei Sekunden als Kampagne ernst, wäre die Methode: „Wir nehmen Euer Ressentiment und schubsen es zu einer anderen Schlussfolgerung“. So, wie ich dieses Land kenne, könnte das sogar funktionieren.

Ansonsten eine hübsche Eulenspiegelei.
Mit Streitpotential.

http://www.titanic-magazin.de/heft/2015/juli/gaitzsch-huertgen-wolff-flucht-nach-vorne/

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