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  • Möglicherweise liegt das Geheimnis guter Dichtung darin, dass man sich einerseits auf das beschränkt, was man mag und kann – und es andererseits auf die Spitze treibt.
    Bei Lovecraft war es das Thema des Ur-alten, bei Doyle die Frage um die Rolle der Vernunft, bei Hesse die Suche nach dem Ich, bei Bemmann die Vermittlung zwischen Ich und Wir, bei Nietzsche das ewige „si?“*, bei Tolkien das Werden der Welt seiner Sprachen, bei Adams das Absurde**, bei Pratchett das tatsächliche Leben trotz des Absurden, bei Rand die Freiheit … sie alle haben ihr Typisches davon bekommen, ihren Charakter, ihr literarisches Sein.

*) Lat. Fragepartikel (bipolar), ins Deutsche unübersetzbar (außer durch Syntax), engl. „whether“/ „if“, russ. „ли“ – wir könnten vllt. mit „wirklich?“ oder „ist das wirklich so?“ oder „wie wäre es denn anders denkbar?“ umschreiben.

**) Ja, das Selbe gilt auch für Sartre und Camus, aber mal im Ernst: Was habe ich von einem Belletristiker, der mich unlösbar deprimiert? Mit Adams lässt es sich eine Zugfahrt von der Ostsee in den Schwarzwald lang aushalten, mit „L’estránger“, der Pest und dem Ekel nicht mal ein Frühstück lang.

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