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  • „Tiefe“ und „Oberflächlichkeit“. Zwei Angelegenheiten, um die man sich eigentlich nicht für zwei Pfennig zu scheren braucht. Es sind Zuschreibungen von außen, die Lob (schlimmsten Falles Schmeichelei) und Missfallen ausdrücken, ohne weitere Erläuterungen aber nichtssagend sind. Die Falle: Fragt man nach, kann es einem als Unbescheidenheit (die in unserer Kultur aus irgendeinem Grunde Misstrauen erregt) ausgelegt werden – oder viel direkter gegen einen Verwendung finden, indem die „Na, wenn Du das nicht selber merkst“-Karte ausgespielt wird.
    Insgesamt: Gar nicht erst drum kümmern. – Egal, wie viel „Tiefe“ man zugesprochen bekommt, zielte man die ganze Zeit auf diese Zuschreibung ab, ist man eigentlich oberflächlich orientiert, kann es aber sehr gut verbergen. Mit anderen Worten: Ist ein Lügner. Fürchtet man auf der anderen Seite die Zuschreibung von „Oberflächlichkeit“, ist man jedem fremdem Übelwollen hilflos ausgeliefert, ein Wort kann einen aus dem Sattel heben und aus dem Rennen werfen.
    Was tun? – Same as ever: Man tue alles, so gut man es vermag. In 99% der Zeit ist das ohnehin mehr als ausreichend. Schafft man es so weit, kann man sich in der Tat für den Rest auf „nobody is perfect“ ausruhen. Oder auch die Herausforderung annehmen und noch weiter zu kommen versuchen (BTW: The same goes for superiority).

Und mal als Beispiel aus der Kramkiste lustiger Schulzeiterinnerungen: Ist es eigentlich gut oder schlecht, wenn ein Vortrag über Fingerabdrücke als „oberflächlich“ bewertet wird? Und wenn das Thema Atmosphärenschichten sind, sollte man da wirklich „in die Tiefe“ gehen?

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